Persian Rug Afshar Afshari Sirjan

Afshar & Sirjan Afshari — persische Stammesteppiche

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      Stammesknüpfung aus Südostpersien

      Afshar & Sirjan Afshari Teppiche

      „Kaukasische Muster, geknüpft in den Bergen um Kerman — die Afshar haben ihre Formensprache über 2.000 Kilometer mitgenommen.“

      Ein Stamm zwischen zwei Regionen

      Die Afshar sind ein türkisch-oghusischer Stammesverband, ursprünglich aus dem Kaukasus und dem Gebiet des heutigen Aserbaidschan. Im 16. Jahrhundert wurden unter Schah Tahmasp Teile des Stammes umgesiedelt — nach Westen in die kurdischen Gebiete um Bidjar und nach Südosten in die Region um Kerman und Sirjan.

      Das erklärt die Besonderheit dieser Teppiche: Sie werden im südostpersischen Hochland geknüpft, zeigen aber deutlich die geometrische Formensprache des Kaukasus — gestufte Rauten, Hakenmotive, Sterne. Eine Musterwanderung über Jahrhunderte, die man dem Teppich bis heute ansieht. Die wichtigsten Afshar-Webzentren sind in der Jozan Carpet Encyclopedia dokumentiert.

      Die typischen Muster

      • Kaukasisch geprägte Medaillons: gestufte Rauten, Hakenmotive, wiederholte Sterne
      • Boteh und Blütenfüller: oft in vertikalen Streifen oder Feldern angeordnet
      • Palette: tiefe Krappwurzel-Rottöne, Indigobläue, satte Elfenbeintöne, Walnussbraun
      • Format: überwiegend klein bis mittelgroß — 150 × 90 bis 250 × 160 cm

      Konstruktion & Materialien

      • Antike Afshar-Teppiche: handgesponnener Wollflor auf Wollkette und Wollschuss — die ursprüngliche Stammesbauweise
      • Vintage und jüngere Stücke: Wollflor auf Baumwollkette, Schuss aus Baumwolle oder Wolle
      • Pigmente: traditionell pflanzlich und mineralisch — Krappwurzel, Indigo, Walnuss, Granatapfel
      • Knoten: überwiegend der asymmetrische persische Knoten

      Wo ein Afshar gut liegt

      Durch ihr überwiegend kleines bis mittleres Format sind Afshar-Teppiche der praktische Einstieg in die handgeknüpfte Stammesware — vor dem Sofa, im Arbeitszimmer, neben dem Bett oder als Akzent auf großen Fliesenflächen.

      Im Alltag sind sie unkompliziert: Die handgesponnene Wolle behält viel Wollfett (Lanolin), sodass Flüssigkeiten zunächst abperlen, statt sofort einzuziehen; Wolle ist zudem von Natur aus schwer entflammbar. Die kleinteilige geometrische Zeichnung verzeiht optisch mehr als eine ruhige Fläche — ein Vorteil in Räumen mit Kindern und Hunden. Und sollte doch etwas passieren: Ein handgeknüpfter Afshar ist reparabel, beschädigte Stellen lassen sich nachknüpfen, Fransen und Kanten erneuern. Auf glattem Boden empfehlen wir bei kleinen Formaten eine Antirutschunterlage.

      Was Sie von uns erwarten können

      • Geprüfte Herkunft — ausgewählt nach handgesponnener Wolle, Klarheit der Zeichnung und Erhaltungszustand
      • Label STEP Fair Trade — faire Löhne, keine Kinderarbeit, kontrollierte Produktionsbedingungen bei neuer Ware
      • Von Hand gewaschen und ausgerüstet, bevor ein Stück in den Verkauf geht
      • Beratung — im Showroom in Lohr am Main, unverbindlich bei Ihnen zu Hause oder per Videoberatung über WhatsApp
      • Djoharian Collection — seit 1967

      Pflege und Werterhalt

      Handgeknüpfte Teppiche reagieren empfindlich auf aggressive Reinigungsmittel. Chemische Verfahren entziehen der Faser Glanz und Geschmeidigkeit und machen sie spröde — bei pflanzengefärbter Stammesware ist das besonders heikel. Wir empfehlen daher ausschließlich die schonende Handwäsche. Für Kunden in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet bieten wir Handwäsche mit Abholung in Würzburg und Umgebung an; ebenso Reparaturen an Fransen, Kanten sowie Mottenschäden bei Wollteppichen. Sachgerechte Pflege alle fünf bis acht Jahre erhält Farbtiefe und Substanz über Generationen.

      Verwandte Kategorien

      Gaschgai · Abadeh · Bidjar · Perserteppiche im Überblick

      Handgeknüpfte Afshar-Teppiche | Label STEP Fair Trade | Djoharian Collection — seit 1967