Heriz Serapi Vintage Antique Persian Rug

Heriz-Perserteppiche — antike Heriz, Bakhshayesh & Serapi

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      Geometrische Knüpfkunst aus Nordwestpersien

      Heriz-Perserteppiche — antike Heriz, Bakhshayesh & Serapi

      „Klare Medaillons, kräftige Farben und die fettreiche Hochlandwolle vom Sabalan — Heriz-Teppiche sind gemacht, um benutzt zu werden.“

      Die Heriz-Region in Ost-Aserbaidschan

      Heriz-Teppiche werden in den ländlichen Ortschaften Nordwestpersiens handgeknüpft, in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan — an den Hängen des Vulkans Sabalan, um die Orte Heriz, Ahar, Gerawan, Bakhshayesh, Karaja, Mehraban und Sarab. Die geometrische Formensprache ist stark von der benachbarten kaukasischen Teppichkunst geprägt.

      Die wichtigsten Heriz-Knüpfdörfer sind in der Jozan Carpet Encyclopedia dokumentiert.

      Die drei Qualitätsstufen

      Heriz — der geometrische Klassiker

      Der Standard-Heriz: ein markantes Zentralmedaillon mit Hakenanhängen, große geometrische Eckstücke und eine kräftige Hauptbordüre. Knotendichte typischerweise 90.000–150.000 pro m² — bewusst nicht feiner, denn die Heriz-Sprache lebt von klaren Formen, nicht vom filigranen Detail.

      Bakhshayesh — der ältere Verwandte

      Bakhshayesh-Teppiche (aus dem gleichnamigen Dorf) sind in der Regel der ältere, stärker tribal geprägte und freiere Ausdruck der Heriz-Tradition. Antike Bakhshayesh-Stücke aus dem 19. Jahrhundert sind wegen ihrer weichen, unregelmäßigen Medaillons und der satten, gedämpften Palette bei Sammlern gesucht.

      Serapi — die feinste Heriz-Stufe

      Serapi ist eine über den westlichen Handel überlieferte Marktbezeichnung (vom Dorf Sarab) für die feinste Qualitätsstufe des antiken Heriz. Die Knotendichte übersteigt oft 200.000 pro m², die Wolle ist entsprechend hochwertig. Antike Serapi-Teppiche zeigen häufig weichere, zurückhaltendere Farbpaletten — Lachsrosa, weiches Elfenbein, verblasstes Indigo.

      Die Heriz-Palette

      Das klassische Heriz-Farbschema ist unverkennbar persisch: tiefes Krapprot-Feld, dunkle Indigo-Bordüre. Das Feld kann von hellem Lachs und verblasstem Korall bis zu tiefem Ochsenblut und dunklem Braun reichen. Seltener, aber sehr gesucht sind Heriz-Teppiche mit elfenbein- oder cremefarbenem Feld und einem Allover-Design ohne Medaillon. In antiken Stücken sind die Pigmente überwiegend mineralisch und pflanzlich.

      Konstruktion — warum Heriz Generationen überdauert

      • Fundament: dicke Baumwoll-Kettfäden, die dem Teppich seine Formstabilität geben
      • Flor: robuste Hochlandwolle von Schafen, die an den Hängen des Sabalan grasen — hoher Lanolingehalt, entsprechend strapazierfähig
      • Knoten: symmetrischer (türkischer) Knoten, gut geeignet für die geometrische Formensprache
      • Knotendichte: Heriz 90k–150k/m² | Bakhshayesh 80k–120k/m² | Serapi 150k–250k+/m²
      • Verbreitete Formate: 250×340 cm, 270×370 cm, 300×400 cm, 370×550 cm sowie übergroße Palastformate bis 490×610 cm

      Der wohl familiärste Perserteppich

      Wenn uns Familien mit kleinen Kindern oder Hunden nach einem Teppich fragen, landen wir sehr oft beim Heriz — und das hat handfeste Gründe. Die Sabalan-Wolle hat einen ungewöhnlich hohen Lanolingehalt: Das Wollfett umschließt jede Faser, sodass Flüssigkeiten zunächst abperlen, statt sofort einzuziehen. Die kräftige, eher grobe Knüpfung nimmt Schmutz nicht tief auf, und die geometrischen Muster verzeihen optisch weit mehr als eine feine florale Zeichnung. Wolle ist zudem von Natur aus schwer entflammbar.

      Dazu kommt der entscheidende Punkt: Ein handgeknüpfter Heriz ist reparabel. Beschädigte Stellen lassen sich nachknüpfen, Fransen und Kanten erneuern. Viele der antiken Stücke, die heute bei uns liegen, haben bereits ein Jahrhundert Familienalltag hinter sich — das ist keine Werbeaussage, sondern der Grund, warum es sie überhaupt noch gibt.

      Wo ein Heriz gut liegt

      Heriz-Teppiche kommen meist in großen Formaten und wirken am besten, wenn sie einen Raum tatsächlich fassen — mit den vorderen Möbelbeinen darauf, nicht als Insel in der Mitte. Bewährt haben sie sich in:

      • großen Wohnzimmern mit hohen Decken — das Medaillon braucht Platz, um zu wirken
      • Esszimmern mit Tafeln für acht bis zwölf Personen — kurzer Flor, Stühle lassen sich leicht schieben
      • Diele und Flur — dort, wo täglich gelaufen wird
      • Altbau und Loft — die klare Geometrie hält gegen Sichtbeton und Stahl gut stand

      Was Sie von uns erwarten können

      • Geprüfte Herkunft — authentische Heriz, Bakhshayesh und Serapi mit dokumentierten Angaben zu Material und Knüpfdichte
      • Groß- und Palastformate — wir führen Bestand in den seltenen Größen 370×550 cm und 490×610 cm
      • Von Hand gewaschen und fachgerecht restauriert, bevor ein Stück in den Verkauf geht
      • Label STEP Fair Trade — faire Löhne, keine Kinderarbeit, kontrollierte Produktionsbedingungen bei neuer Ware
      • Beratung — im Showroom in Lohr am Main, unverbindlich bei Ihnen zu Hause oder per Videoberatung über WhatsApp

      Pflege und Werterhalt

      Handgeknüpfte Teppiche reagieren empfindlich auf aggressive Reinigungsmittel. Chemische Verfahren entziehen der Faser Glanz und Geschmeidigkeit und machen sie spröde. Wir empfehlen daher ausschließlich die schonende Handwäsche. Für Kunden in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet bieten wir Teppichreinigung mit Abhol- und Bringservice in Würzburg, Aschaffenburg und Main-Spessart an; ebenso Reparaturen an Fransen, Kanten sowie Mottenschäden bei Wollteppichen. Sachgerechte Pflege alle fünf bis acht Jahre erhält Farbtiefe und Substanz über Generationen.

      Verwandte Kategorien

      Perserteppiche im Überblick · Bidjar · Täbriz · Kaschan

      Handgeknüpfte Heriz-Teppiche | Label STEP Fair Trade | Djoharian Collection — seit 1967