Vintage Moroccan Berber rug, Azilal — Djoharian Collection

Berberteppiche aus Marokko – Neu & Vintage

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      27 Produkte
      Marokkanische Unikate aus Wolle

      „Handgeknüpft in Marokko, aus Schafwolle — neue Beni Ourain und Azilal ebenso wie echte Vintage-Stücke aus dem Atlas.“

      Neu oder Vintage — beides findest du hier

      Diese Kategorie führt zwei Warengruppen nebeneinander, beide von Hand geknüpft in Marokko.

      Neu geknüpft — Beni Ourain und der feinere, dichtere Beni Mrirt in naturweißer Wolle, bunte Azilal, dazu unsere eigenen Entwürfe der Serien Sabah und Zarah aus Merinowolle. Voller Flor, sauberer Grund, keine Gebrauchsspuren. Einzelne Serien fertigen wir auf Maß — sprich uns einfach an.

      Vintage — Originale, die in marokkanischen Haushalten gewebt und benutzt wurden, etwa aus den 1960er- bis 2000er-Jahren: Taznakht, Boujad, Beni Mguild, Zemmour, Boucherouite. Patina, gemilderte Farben, ehrliche Altersspuren — und jedes Stück gibt es genau einmal.

      Ob ein Teppich neu oder Vintage ist, steht jeweils auf seiner eigenen Produktseite.

      Nach Optik suchen, nicht nach Stamm

      Cremeweiß & minimal — ruhige Rautenmuster in Anthrazit oder Braun auf ungefärbter Wolle, hoher Flor. Das ist der klassische Beni Ourain; Beni Mrirt ist die feinere, dichtere Variante davon.

      Bunt & grafisch — abstrakte Flächen, freie Zeichnung, kräftige Farben. In Marokko heißen sie Azilal und Boujad, wobei Boujad ins Rosa, Altrosa und Terrakotta geht.

      Fein & flacherTaznakht aus dem Süden, dichter geknüpft, oft mit Flor- und Flachgewebe-Bahnen in einem Stück.

      FlachgewebtHanbel und Kelims aus Zemmour und Zanafi: dünn, leicht, für Flur, Wand oder über die Sofalehne. Mehr davon in der Kelim-Kategorie.

      Boucherouite — Fleckerlteppiche, geknüpft aus Streifen recycelter Kleidung und Stoffe statt aus Wolle. Wilde Farben, sehr strapazierfähig, und materialtechnisch etwas ganz anderes: die Faserzusammensetzung ist gemischt und wird bei jedem Stück einzeln angegeben.

      Ehrlich gesagt: wo ein Berber passt — und wo nicht

      Der hohe Flor ist das, wofür man sich verliebt, und gleichzeitig der Punkt zum Nachdenken. Ein langfloriger Beni Ourain ist herrlich zum Draufsitzen und unter einem Esstisch hoffnungslos — die Stuhlbeine sinken ein und hängen fest. In der Laufspur drückt er sich flach, und eine ungefärbte cremeweiße Fläche zeigt jeden Fleck. Für Flur oder Familienküche nimm lieber ein Flachgewebe oder einen Taznakht.

      Dafür sind Berberteppiche gemacht worden, um darauf zu leben — in den Dörfern des Atlas waren sie Sitzplatz, Schlafunterlage und Decke in einem. Die dicke Wolle ist lanolinreich, Flüssigkeiten ziehen deshalb nicht sofort ein, und der hohe Flor federt: angenehm, wenn kleine Kinder viel auf dem Boden sind. Falls doch mal was passiert — handgeknüpft heißt reparierbar: Stellen lassen sich nachknüpfen, Kanten und Fransen erneuern.

      Vintage-Stücke sind nicht gleichmäßig. Die Kanten laufen ein bis zwei Zentimeter aus der Flucht, die Rauten sind freihändig gezeichnet, und die Farbe springt dort, wo eine neue Wollpartie begann. So sieht handgesponnene, frei gezeichnete Arbeit aus der Nähe aus. Neuware ist gleichmäßiger, aber ebenfalls handgeknüpft — dieselben kleinen Abweichungen vom perfekten Raster sind da, nur leiser.

      Zwei Dinge, die du vorher wissen solltest

      Er haart am Anfang. Ein neu geknüpfter Berber verliert die ersten Wochen lose Fasern. Das ist bei handgesponnener Wolle normal und gibt sich nach ein paar Mal Saugen.

      Er kann nach Wolle riechen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit — nach dem Duschen, im Altbau, an schwülen Tagen — oder in den ersten Tagen nach dem Auspacken tritt der typische Wollgeruch hervor. Das liegt am Lanolin, dem natürlichen Wollfett, und damit an genau der Eigenschaft, wegen der man einen echten Berber kauft. Der Geruch wird mit der Zeit schwächer; lüften hilft. Chemisch überdecken würde die Wolle nur schädigen.

      Fakten

      • Material: 100 % Schurwolle, handgesponnen — ausgenommen Boucherouite, deren gemischte Faserzusammensetzung einzeln angegeben wird
      • Herstellung: handgeknüpft; Hanbel und Kelims flach handgewebt
      • Größen: von ca. 100 × 150 cm bis Übergröße
      • Zustand: Neuware ungebraucht; Vintage gewaschen und verlegefertig, Altersspuren jeweils einzeln beschrieben
      • Fußbodenheizung: geeignet
      • Label STEP Fair Trade: faire Löhne, keine Kinderarbeit, kontrollierte Arbeitsbedingungen

      Pflege und Werterhalt

      Beim hohen Berberflor am besten ohne rotierende Klopfbürste saugen — auf langem Flor zieht sie die Wolle heraus, statt zu reinigen — und in Florrichtung arbeiten. Kleinere Stücke draußen ausschütteln; das bringt mehr als Saugen. Den Teppich ein- bis zweimal im Jahr drehen, gerade einen cremeweißen, damit Licht und Tritt gleichmäßig verteilt werden. Flecken tupfen statt reiben.

      Handgeknüpfte Teppiche vertragen keine aggressiven Reinigungsmittel — chemische Verfahren ziehen der Wolle das Fett aus der Faser und machen sie spröde. Wir empfehlen deshalb nur die schonende Handwäsche. Für Kunden in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet bieten wir Handwäsche mit Abholung in Würzburg und Umgebung an; dazu Reparaturen an Fransen, Kanten sowie Mottenschäden bei Wollteppichen.

      Verwandte Kategorien

      Kelim · Gaschgai · Teppichreinigung