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Sarough-Teppiche — Arak-Distrikt & American Sarouk

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      Knüpfkunst aus dem Arak-Distrikt

      Sarough-Teppiche — Arak, Mahal und die American Classics

      „Dichter Flor, elastische Hochlandwolle, florale Zeichnung — der Sarough ist der Gebrauchsteppich unter den feinen Persern.“

      Der Knüpfbezirk Arak — von Sultanabad nach Sarough

      Der Name Sarough (auch Sarouk, Saruk, Sarok oder Sarogh) steht für eine Gruppe besonders strapazierfähiger Perserteppiche aus der Provinz Arak, die früher Sultanabad hieß. Zum Bezirk gehören die Knüpforte Mohajeran, Ghiasabad, Jozan, Malayer, Mahal, Wiss und Lilihan.

      Jeder Ort hat sein eigenes Profil: die gröber geknüpften antiken Mahal- und Malayer-Teppiche aus der Zeit zwischen 1880 und 1930 auf der einen Seite, die sehr feinen Ghiasabad-Arbeiten auf der anderen. Technische Daten zu den einzelnen Provenienzen sind in der Jozan Carpet Encyclopedia dokumentiert; historische Stücke aus dem Bezirk finden sich im Metropolitan Museum of Art und im Victoria and Albert Museum.

      Der „American Sarouk“ — und was Sie darüber wissen sollten

      Zwischen etwa 1900 und 1940 wurde ein großer Teil der Sarough-Produktion für den amerikanischen Markt geknüpft. Kennzeichen dieser Teppiche ist das über das ganze Feld verteilte Blumenmuster ohne Zentralmedaillon, dazu ein dichter, plüschiger Flor aus sehr guter Hochlandwolle.

      Was viele nicht wissen: Die ursprüngliche Grundfarbe dieser Teppiche war häufig ein helles Lachsrosa, das dem amerikanischen Geschmack der Zeit nicht entsprach. Zahlreiche Stücke wurden deshalb nach dem Import von Hand nachgefärbt — im Handel spricht man von „painted Sarouks“. Das ist kein Makel, sondern Teil ihrer Geschichte, hat aber eine praktische Folge: Nachgefärbte Teppiche können bei unsachgemäßer Wäsche ausbluten. Vor jeder Reinigung gehört daher ein Farbechtheitstest — bei uns Standard.

      Seit den 1970er Jahren kommen viele dieser Teppiche als Reimporte zurück nach Europa, geschätzt für ihre gewachsene Patina und ihre Robustheit.

      Konstruktion & Materialien

      • Material: elastische Hochlandwolle auf Baumwollfundament, bei antiken Stücken typischerweise mit blauem Schussfaden — ein verlässliches Echtheitsmerkmal
      • Knotendichte: ca. 90.000 Knoten/m² beim gröberen Mahal bis über 640.000 Knoten/m² beim feinen Ghiasabad
      • Knüpftechnik: überwiegend der asymmetrische persische Knoten, der die feine florale Zeichnung erst möglich macht

      Im Alltag — auch mit Kindern und Hunden

      Der Sarough ist unter den feineren Perserteppichen der wohl robusteste. Die Wolle aus dem Arak-Hochland ist ungewöhnlich elastisch — der dichte Flor stellt sich nach Belastung wieder auf, statt platt zu bleiben. Genau deshalb haben diese Teppiche ein Jahrhundert amerikanischer Wohnzimmer überstanden und liegen heute noch. Das Wollfett (Lanolin) lässt Flüssigkeiten zunächst abperlen, statt sofort einzuziehen; Wolle ist zudem von Natur aus schwer entflammbar.

      Die über das Feld verteilte Blumenzeichnung ist im Familienalltag zusätzlich praktisch — sie zeigt Spuren weit weniger als eine ruhige, großflächige Grundfarbe. Und sollte doch etwas passieren: Ein handgeknüpfter Sarough ist reparabel, beschädigte Stellen lassen sich nachknüpfen, Fransen und Kanten erneuern.

      Was Sie von uns erwarten können

      Wir wählen Sarough-Teppiche nach Wollgüte, Zeichnung und Erhaltungszustand aus und prüfen die Provenienz. Vintage- und antike Stücke werden von Hand gewaschen und, wo nötig, fachgerecht restauriert, bevor sie in den Verkauf gehen — bei nachgefärbten American Sarouks einschließlich Farbechtheitstest. Bei neuer Ware arbeiten wir mit Label STEP Fair Trade Carpets zusammen: faire Löhne, keine Kinderarbeit, kontrollierte Produktionsbedingungen. Beraten werden Sie im Showroom in Lohr am Main, unverbindlich bei Ihnen zu Hause oder per Videoberatung über WhatsApp.

      Pflege und Werterhalt

      Handgeknüpfte Teppiche reagieren empfindlich auf aggressive Reinigungsmittel. Chemische Verfahren entziehen der Faser Glanz und Geschmeidigkeit und machen sie spröde — bei nachgefärbten Stücken besteht zusätzlich die Gefahr des Ausblutens. Wir empfehlen daher ausschließlich die schonende Handwäsche mit vorherigem Farbtest. Für Kunden in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet bieten wir Teppichwäsche und Reparatur in Würzburg, Aschaffenburg und Main-Spessart an; ebenso Arbeiten an Fransen, Kanten sowie Mottenschäden bei Wollteppichen. Sachgerechte Pflege alle fünf bis acht Jahre erhält Farbtiefe und Substanz über Generationen.

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      Perserteppiche im Überblick · Heriz · Bidjar · Kaschan

      Arak-Provenienz | American Sarouk Classics | Djoharian Collection — seit 1967